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Sneh Victoria Schnabel

Sneh Victoria Schnabel

 

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NEWSLETTER SEPTEMBER 2011

Liebe Freunde, Freundinnen und Interessierte,

Grade ist das Wetter ein bisschen trübe - Gottseidank – da kann ich mich in aller Ruhe an den Computer setzen für diesen Newsletter, ohne dringend noch eben nach meinen Pflanzen schauen zu müssen, und darüber Schreibtisch, Termine und den Rest der Welt zu vergessen…

Dabei gibt es wirklich so Einiges zu berichten, was die Arbeit mit den „Unbegangenen Wegen” angeht! Um es gleich vorweg zu sagen: das Unbegangene ist alles Andere als bequem. Ich erlaube mir daher immer mal wieder eine kleine Pause, in der ich etwas „Einfaches” mache: zum Beispiel eben Gartenarbeit. Da ist es schon aufregend genug, wenn ich eine neue Sorte Tomaten anpflanze, zum Beispiel dunkelrot mit grünen Streifen, und dann nicht weiß, woran ich erkenne, wann sie reif sind…

Das Aufregendste der ersten Hälfte des Jahres war, dass es keinerlei Anhaltspunkte dafür gab, wann ein Workshop „voll” wurde und wann nicht. Obwohl ich schon von etlichen Kollegen gehört hatte, dass die Anmeldungen immer mehr in letzter Minute geschehen, hatten wir ganz atypischen Situationen von Workshops, die schon Wochen vorher ausgebucht waren, mit langer Warteliste, bis hin zu solchen, die kaum halb voll wurden und von uns mit Bedauern abgesagt wurden (zum Beispiel leider die Männergruppe). Das Forschungsprojekt Gesundheit lief auch zu zaghaft an. Da ich es aber so ungemein bereichernd fand im letzten Jahr, soll es im nächsten Jahr wieder einen Platz bekommen, einen passenderen als im Sommer, wo alle Energien auf Fülle, sich Öffnen, Geniessen und Abenteuer gerichtet sind. Der Herbst mit den Themen Klären, Loslassen, nach Innen gehen und sich den Erdkräften zuwenden ist einfach passender für dieses Thema.
Eine Gruppe, die jedes Mal überbucht war – „Der Eigene Weg” – bekommt noch einen Extra-Termin mit dem 11.–13. November.
Das ist kurz vor unserem Flug nach USA, zu einem 5 Tage Kurs, den ich in Esalen, Big Sur (Kalifornien) leite. 

An diesem Ort haben einst Legenden wie Fritz Perls gelehrt, und ich wurde hingelockt mit dem Versprechen, dass die Landschaft dort schlichtweg magisch sei, mit Wahnsinnsblick auf den Ozean, hoch von den Klippen aus, und heißen Quellen zum Baden… Wer weiß, vielleicht verlockt das noch jemanden von Euch zu einer Reise in die USA!
Info: http://www.esalen.org 

Die erste Ausbildung der Schule hat ihr drittes und letztes Jahr begonnen. Das zweite Jahr war mehr als spannend gewesen, im besten Sinne herausfordernd für alle Seiten. Die Gruppe ist zu einer noch stärkeren Gemeinschaft zusammengewachsen, aktiver im Austausch als ich es je für möglich hielt. Darauf aufbauend ist Lernen und Entwicklung weit über die Grenzen des eigenen persönlichen Rahmens möglich. 

Jetzt ist auch bald wieder Raum für die nächste Ausbildunsgruppe, die im Juni 2012 startet. (Interessierte sollten sicher stellen, 2 Workshops der letzten 4 Jahre bei mir besucht zu haben.)
Im nächsten Newsletter wird es dazu noch mehr Information geben, ansonsten findet sich das Wichtigste auf unserer Website:
http://www.victoria-schnabel.com/arbeit.html 

Und insgesamt bin ich seit geraumer Zeit sehr damit beschäftigt, herauszufinden, was wirklich zählt. Der Tod, der mir die letzten Monate immer wieder intensiv begegnet ist, hilft die Fragen auf das Wesentliche einzugrenzen:
Für was bin ich hier auf der Welt?
Was ist meine Aufgabe?
Wofür schlägt mein Herz, was weckt meine Leidenschaft und wofür bin ich bereit, bis an die Grenzen zu gehen und vielleicht auch darüber hinaus? 

Etwas davon ist schon angeklungen in den Gruppen zum eigenen Weg. Mit Schnüren, Bändern und allen möglichen kleinen Objekten wurden in den Pausen Lebenswege „geknüpft”, die immer wieder als Ausgangspunkt dienten für ein Stück Arbeit am Lebens-Drehbuch.
Die Aufstellungen dazu waren ein hervorragendes Mittel erfahrbar zu machen, was noch fehlt, was entdeckt, erlebt, getan werden möchte – aber erst recht, welche Schätze schon vorhanden sind. 

Am Ende entstanden fast nebenher die wunderbarsten Kunstwerke. Die Bilder dazu können das vielleicht etwas vermitteln. 

Es ist ein starker Prozess mitzuerleben, wie sehr jedes Leben an sich ein Kunstwerk ist, einzigartig und unvergleichbar, wie eine Handschrift der Seele. Und wenn dazu etwas Anfassbares geschaffen wird – in was auch immer einer Form – so dient das der Vertiefung des Verstehens auf einer Ebene jenseits der Worte. 

Und jede Aufstellung, jedes Ritual wird zum Kunst-Werk, einer Skulptur in Bewegung, einem Tanz, einem Geschehen mit immer unvorhersehbarem Ausgang. In diesem „noch nicht kennen”, dem „Unbegangenen” liegt die Chance für neue Lösungen. Die Kräfte, die beim Erschaffen eines Kunstwerkes freigesetzt werden, verbinden uns mit allem, was größer ist als wir und weisen den Weg zu bisher ungeahnten Möglichkeiten. 

Herzlich,
Sneh Victoria 

ÄNDERUNGEN 

Die Fortbildung vom 15.–18. Dezember wird auf das nächste Jahr verschoben, der Termin wird rechtzeitig angekündigt. 

Die Gruppe „Mist und Rosen”, zwischen den Jahren hat einen neuen Namen bekommen:
„Abschied und Neubeginn”
Räume öffnen für das Wesentliche
28.–31. Dezember 

Zum Abschluss des alten Jahres gilt es sich auf das Wesentliche zu besinnen, auf das, worauf es tatsächlich ankommt: Habe ich so gelebt, wie ich möchte? Habe ich oft genug nein gesagt oder ja? Habe ich genug geliebt? Genug vergeben? Genug getanzt? Und was braucht es um einen heiligen Eid zu schwören, mich nie mehr selbst zu verraten?

Wir werden mit Allem arbeiten, was dienlich ist: Aufstellungen zu den Themen, die uns bewegen, zu Gedichten, die in Worte fassen, was wir nicht beschreiben können. Wir werden kreative Medien nutzen, um Unsichtbares mitzuteilen, in Groß-und Kleingruppen arbeiten, allein, zu zweit und mit der ganzen Gruppe, drinnen und auch draussen. Rituale werden uns begleiten, die übergänge unterstützen und uns Kraft geben für die Schritte hin zum Wesentlichen.