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Sneh Victoria Schnabel

Sneh Victoria Schnabel

 

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NEWSLETTER SOMMER 2010

Liebe Freunde und Interessierte,

Da auch dieser Newsletter wieder mal auf den Gleisen im Zug sitzend seinen Anfang nimmt, werde ich wohl bald meinen Schreibtisch versteigern können…

Ich schreibe gerne, wenn ich unterwegs bin, die Bewegung im Aussen scheint meine Gedankentätigkeit im Inneren gut in Fluss zu bringen.

So, jedenfalls kann ich mir das Sinn stiftend erklären.

„So” macht es auch deutlich bessere Gefühle, als wenn ich zugeben müsste, dass ich zu Hause oft wenig Lust auf Schreibtisch habe, wogegen im Zug mir fast nichts anderes übrig bleibt, zwischen all den aufgeklappten anderen Computern.

Warum mich also nicht auf das Zug Fahren freuen, im Sinne von: ins fahrende Büro steigen um meiner Lust am Schreiben zu frönen? Sofort verändert sich meine Gefühlslage, und damit die Ausschüttung der chemischen Substanzen in meinem Inneren in Form von Stimmung aufhellenden Dopaminen zum Beispiel, die sämtliche Lebensabläufe ankurbeln, eben auch diese kleinen grauen Zellen, die ich jetzt gerade nutze.

Und damit bin ich natürlich schon mitten in einem meiner Lieblingsthemen:

Wie wir mit unseren Gedanke und Überzeugungen unsere Welt kreieren. Sitze ich also lieber in einem rollenden Büro mit guter Aussicht (Kaffee kommt gleich auch noch vorbei) oder langweile ich mich bei einer öden, langen Bahnfahrt…?

Das Üben der Haltung jedenfalls, bei der ich die Umstände einfach von einer anderen Seite betrachte (im NLP Jargon „Reframing” genannt), ist in den Gruppen mit dem Namen „Mist und Rosen” eine der Königsdisziplinen. Wir können es natürlich noch deutlicher benennen: K.I.K.U. (Kacke in Kompost umwandeln).

Und wer sich je mit der hohen Kunst des Kompostierens befasst hat, weiß auch, dass ein richtig guter Kompostbeschleuniger Wunder wirkt! In unserem Falle könnte der sich aus folgenden Zutaten zusammen setzten: je zu gleichen Teilen Humor, Kreativität und Quer-Denken und zusätzlich noch ein Quäntchen Unverfrorenheit.

In der packenden Verfilmung des Romans von Nikos Kazantzakis: Zorbas, der Grieche, der zum Kultfilm einer ganzen Generation wurde, können wir der hohen Kunst eines „Meisterkompostierers” zusehen: nachdem am Ende des Films das waghalsig konstruierte Holz-Transportsystem vom Berg runter in das Tal, in das viel Arbeit, Schweiß und Geld investiert wurde, buchstäblich und ganz real vor den Augen von Zorbas und seinem jungen Boss aus England zusammenkrachte, ruft er diesem zu: „hast du je etwas so wunderbar zusammenkrachen gesehen?” und fängt an zu tanzen… und zum ersten Mal tanzt dieser, dessen Erbe gerade grandios in die Binsen gegangen war, mit.

Nicht nur weil Anthony Quinn die Person des Griechen Zorbas auf so unvergesslich leidenschaftliche Art verkörpert hat, und Mikis Theodorakis Musik zum Film nie aufhören wird, zum Tanzen zu verführen, ist dieser Film für mich ein wahrhaft klassischer Mist-und-Rosen-Film, den ich Allen wärmstens ans Herz legen möchte.

VERÄNDERUNGEN

Forschungsprojekt Gesundheit: Mist und Rosen für Körper und Seele kann so leider nicht stattfinden (nur 3 Anmeldungen!).

Diese geplante Fortbildung fand ich so spannend, dass ich mit dieser Bauchlandung zu keinem Zeitpunkt gerechnet hatte. Na, da hatte ich richtig was zu Proben mit dem „meine Welt kreieren”. Wir haben diese Reihe von 3 Seminaren jetzt erst mal abgesetzt, und ich werde stattdessen ein einzelnes Seminar von 4 Tagen zu diesem Thema anbieten. Und wer weiß, was dann noch daraus werden möchte.

Also neuer Termin:
21.–24. Oktober 2010
Forschungsprojekt Gesundheit: Mist und Rosen für Körper und Seele

Diese Tage sind dazu gedacht, unsere Aufmerksamkeit radikal auf das Erdige zu richten: unseren Körper. Damit die Seele Lust hat, ihn zu bewohnen, sollten wir ihm soviel Pflege und Liebe zukommen lassen, wie nur möglich, und Wege finden, die zum Leben dazugehörigen Krankheiten als Herausforderungen und Wachstumshilfen zu verstehen.

Es geht also darum zu erkunden, wie aus unseren körperlichen und seelischen Nöten Kompost werden kann für gute Lösungen und mutige Lebensentwürfe. Was dem bisher entgegen steht, muss erkannt und geachtet werden: Verstrickungen – in unserer Familie, in der Liebesbeziehung, im Beruf und in unserer spirituellen Ausrichtung- traumatische Ereignisse, die noch nicht aus unseren Nervenbahnen erlöst sind, und das, was die Seele sich vielleicht für dieses Leben ausgesucht hat, und was wir anerkennen lernen können.

Wir werden auch untersuchen, was es möglich macht, dass manche Menschen trotz schwierigsten Krankheiten, oft mit dem Tod vor Augen, sich durchaus ganz und erfüllt fühlen, und erforschen, welche innere Haltungen und Glaubenssysteme das möglich machen.

Nicht zuletzt werden wir uns um die Seele kümmern, verstehen lernen, wer sie ist, was sie braucht, woher sie kommt, wohin sie gehen will, für was sie diesen unseren Körper bewohnt.

Werkzeuge:
• Unterschiedlichste Aufstellungs-Modelle zu Gesundheit und Krankheit, zu Energie von Körper und Seele:
• Symptom-Aufstellungen und Aufstellungen zu den verschiedenen Schichten und Ebenen des Körpers, Aufstellungen zum Entwicklungsziel der Seele und unseren Urängsten, Aufstellungen zu Heilkräutern und Bachblüten.
• Prozessorientierte szenische Verfahren:
• Impro-Theater, Psychodrama, Darstellung innerer Bilder.

Wir werden Rituale kreieren, von Kräutern lernen und überhaupt von Allem, was die Teilnehmenden selbst mit einbringen. Und immer wieder werden wir das Ganze mit einer guten Prise Koyoten-Medizin versehen, die Medizin für das Unerlaubte, das Unverfrorene, für das eben, was auf Unbegangenen Wegen zu finden ist.

Zeiten: Donnerstag 14 Uhr – Sonntag 15 Uhr.
Kosten: €330

RÜCKSCHAU
• Die Männergruppe mit Jan Bily kam Ende Mai genau zum richtigen Zeitpunkt, und genau die richtigen Männer kamen auch dazu, wäre ich ein Mann, ich hätte teilgenommen… Die Gruppe im nächsten Jahr hat bereits ein Datum: 7.–9. Mai 2011

• Die Koyotenmedizin für Frauen mit Sneh war einfach nur gut, und es kamen die wunderbarsten aller Frauen! Viel zu schnell war die Zeit um- somit wird die Gruppe im nächsten Jahr bereits am frühen Nachmittag vom Donnerstag beginnen. Datum: 2.–5. Juni 2011

• 9.–11. Juli war der Workshop mit Barbara Probst aus Florenz:
Der Weg der Seele: Aufstellungen und Energiearbeit zu den Archetypen der Seele Da Barbara mit ihrem eigenen Institut bei Florenz nicht viel Zeit hat und darum nur einmal im Jahr zu uns kommt, war es ein besonderer Genuss, sie bei uns begrüßen zu können.

Das Lernen über die Struktur unserer Seele ist mächtig aufregend und hat große Tiefe. Im nächsten Jahr wird es weitergehen mit einem Hauptschwerpunkt: Unsere Angst im Kontext der Seelenstruktur. Das nächste Datum wird spätestens beim nächsten Newsletter feststehen.

DIE SOMMER-GRUPPEN

30. Juli –1. August, mit Sneh
Ohne Wurzeln Keine Flügel
Aufstellungsworkshop

Wenn ich diesen Workshop leiten werde, bringe ich auch meine erste Erfahrung mit dem afrikanischen Schamanen Malidoma Somé mit. Davor bin ich nämlich in Österreich auf einem internationalen Event, bei dem ich am Morgen parallel zu Aufstellungs-KollegInnen eine Woche lang Aufstellungen in Kleingruppen leiten werde, und am Nachmittag Malidomas Arbeit „live” erleben darf, wenn er mit der Gesamtgruppe seine großen Rituale halten wird. Habe Hervorragendes dazu von den KollegInnen gehört! Info: http://www.apsys.org Bin auch selber gespannt, auf welche Art diese Erfahrung sich in meine Arbeit „einmischen” wird. Bisher hat noch jeder Kulturkreis, dessen Heilarbeit ich kennen lernen durfte, sich in meiner Art Aufstellungen zu leiten bemerkbar gemacht, besonders, wenn ich es gar nicht vorhatte…

Freitag 14 Uhr – Sonntag 15 Uhr.

26.–29. August, Jan Bily und Sneh
Mist und Rosen in der Liebe
Workshop zum Thema Mann und Frau, Chaos und Ordnung

Letztendlich geht es um die Liebe. Die Liebe zwischen Mann und Frau. Und darum, dass das Alles nicht so einfach ist, manchmal sogar verflucht schwierig.

Wir wollen gemeinsam hinschauen und Kraft tanken in der Gemeinschaft all derer, die dazu bereit sind.

Da es Sommer ist, werden wir viel im Freien arbeiten, am Bachlauf auf den unteren Wiesen, am verwunschenen Teich mit den vielen Seerosen und auf dem Schwitzhütten-Platz über dem Haus am Lagerfeuer.

Im September gibt es eine Pause, in der ich in Kanada arbeiten werde.
(Montreal, falls jemand zufällig dort ist oder hin will…und Edmonton)

Weitere Termine: Herbst/Winter

Oktober
7.–10.: Ohne Wurzeln keine Flügel (Aufstellungsworkshop), Do. 14 Uhr – So. 15 Uhr €330
28.–31.: Mist und Rosen (Unbegangene Wege), Donnerstag 14 Uhr – Sonntag 15 Uhr €330
November
25.–28.: Fortbildung und Selbsterfahrung für Aufsteller/innen: Trauma in Aufstellungen

In dieser Gruppe gibt es nur noch Platz für einen Mann (oder die Warteliste).

Da diese Fortbildung so schnell ausgebucht war, und ich das Thema absolut wichtig finde, werde ich noch in diesem Jahr eine weitere Gruppe anbieten: 16.–19. Dezember

Dezember
28. Dezember – 1. Januar: Mist und Rosen
Jetzt ist es endgültig Zeit, den angefallenen Mist des vergangenen Jahres „umzusetzten“, um ihn auf sein Dasein als Kompost vorzubereiten, für ein gutes Jahr 2011.

Und am Sylvester Abend wird gefeiert! Partner/innen sind dazu willkommen! Für das Büffet bitte anmelden. €360, Paare €560

Im Herbst spätestens gibt es noch genauere Informationen.

VORAUSSCHAU 2011

3-jähriges Training: Prozessorientierte Szenische Verfahren 2011–2013
Beginn: Frühjahr, 24.–27. März.

Diese zweite Trainings-Gruppe beginnt bereits sich zu formieren, die Erste ist schon mächtig unterwegs, mit Allem, was dazu gehört: von Jammer zu Jubel, von inneren Stürmen zu Stille, von Zaudern, Zögern, Zähneklappern bis zu schlichtem Einverstanden sein!

Die Gruppe ist dabei sich zu entfalten in diesem ihrem ersten Jahr.

Dabei Zeuge zu sein, ist für mich eine Ehre.

Bin wahrhaft froh über dieses neue Training. Es lässt mir alle Freiheit mit dem Fluss zu gehen, ohne in irgend einer Form eingeengt zu sein durch offizielle Lehrpläne oder ein bestimmtes zu erreichendes Pensum an Inhalten, Methoden und Techniken. Die Gruppe kann so auch viel leichter zu ihrem eigenen Rhythmus finden und die Lernerfahrungen entstehen von selbst durch die Anliegen, Vorlieben und Notwendigkeiten, die jede Gruppe mitbringt und die so einzigartig sind, wie jede Gruppe selbst.

Das ermöglicht aufs Schönste, dass aus Suchenden Findende werden, aus Lernenden Lehrende, wenn sie sich gerufen fühlen.

Meine Aufgabe dabei sehe ich hauptsächlich im Anstiften zum Umdenken, zum Erwägen des Unwegsamen, zum Erkunden der Unbegangenen Wege.

Im Augenblick sieht es sehr danach aus, dass dieses Training meine bisherigen Fortbildungsgruppen in Systemaufstellungen ersetzt.

Es gibt aber immer wieder Anfragen danach, und da möchte ich an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass in den ersten beiden Jahren unter anderem jede Menge Aufstellungen (und Lernen darüber) stattfindet, die auch von mir zertifiziert werden können. Damit könnte ein nicht geringer Teil der Fortbildung in Systemaufstellungen abgegolten werden. Es bräuchte dann noch mindestens weitere 8 Tage für Theorie und Methode (2 Seminare), und 6 Tage Supervision. Bei Bedarf und genügend Interesse könnte das über uns organisiert werden, oder in Kooperation mit anderen Trainern stattfinden.

Newsletter Herbst 2009